KL – 23.12.09

Veröffentlicht in Lebenundso mit Tags am 23. Dezember 2009 von funkstille

Nach einer Autofahrt, die länger ging als geplant, jetzt also, nach drei Monaten, wieder in Kaiserslautern bzw. dem Dorf daneben, in dem ich wohne.
Es hat sich nicht wirklich viel verändert. Die Baustelle am Straßenanfang ist verschwunden, dafür gibts jetzt Parkplätze und einen neuen Gehweg, unsere Katze ist dicker, aber sonst wie immer. Das Essen ist, wie immer, etwas öko angehaucht (heute gabs Wirsing-Gratin, schmeckt aber nicht so schlecht, wie es sich anhört), Oma freut sich immer noch über alle Maßen, dass ich wieder da bin und mein Zimmer ist auch genau das gleiche. Was sich allerdings auf dem Schreibtisch angehäuft hat, ist interessant.

Neben unzähligen Briefen auch zwei Polaroidkameras. Eine „Polaroid Sonar OneStep“ und eine „Polaroid Time-Zero“. Durchaus möglich, dass das nicht die richtigen Bezeichnungen sind. Jedenfalls laufen beide mit einem SX-70 Film, und diese werden seit 2006 nicht mehr produziert. Ärgerlich. Aber noch als Deko verwendbar.

Heute Abend ist Klassentreffen. Ist es nicht üblich, dass Klassentreffen nach ca. 10 Jahren organisiert werden? Bei uns ist das wohl anders. Das bestimmt fünfte in nicht mal 2 Jahren. Aber ich werde wohl trotzdem hingehen. Die Leute anschauen und mir denken, wie gut ich mich doch entwickelt habe.
Deswegen muss ich jetzt auch los. Manche der dort Anwesenden wollen bestimmt früh ins Bett, damit sie morgen das Christkind nicht verpassen.

Ehepaar #2

Veröffentlicht in Lebenundso mit Tags am 23. Dezember 2009 von funkstille

Nachdem gestern der letzte Tag an der Uni für die nächsten Monate war, wir noch einen Kaffee trinken waren und ich den Großteil gepackt hatte, ging es nochmal in die Stadt. Nochmal mit Sarah. Und nochmal wars schön. Noch etwas abgeben, noch ein Plug bestellen, eine mehr oder weniger passende Jacke für Sarah kaufen. Danach Essen gehen, ohne zu zahlen, sehr praktisch. Und sehr romantisch, unser Candlelightdinner, bei dem wir uns dann auch noch das Tiramisu geteilt haben. In der Stadt rumlaufen, man will schließlich nicht zum Abschied kommen. Und dann, wie könnte es anders sein, doch nochmal ins Kap. Natürlich. 3 Mal in 2 Tagen, aber dafür werde ich jetzt lange genug nicht dort sein.
Heute aufgewacht, geduscht, fertig gepackt, geputzt. Jetzt auf Catha warten. Und auf die Eltern, die mich abholen. Dann gehts ab nach Kaiserslautern. Wie vielleicht schon bekannt ist, hält sich die Freude darüber in Grenzen. Auf die Weihnachtstage freue ich mich, aber dann könnte es direkt wieder nach Stuttgart gehen. Naja, lässt sich leider nicht ändern. Und an Silvester bin ich schließlich auch wieder hier. Aber eben auch nur für ein Paar Tage.
Jetzt sitze ich hier in meinem leeren Zimmer, und warte einfach nur. Irgendwie so leer alles. Inklusive mir.

Das verliebte Ehepaar

Veröffentlicht in Lebenundso am 21. Dezember 2009 von funkstille

Heute nachmittag war ich also, das letzte Mal dieses Jahr und auch wohl für die nächsten Monate, im Kap.
Meiner Lieblings“kneipe“. Oder ists ne Bar? Ich weiß es nicht. Als Begleitung wurde Sarah gewählt.
Lustige Stunden. So wie immer. Viel gelacht. Natürlich. Auf andere wirken wir wohl wie das verliebte Ehepaar oder Pärchen, den Blicken nach zu urteilen. Soll mir recht sein, wir sehen schließlich auch gut aus. Wenn alles funktioniert, sehe ich Sarah aber morgen nochmal, womit der Abschied heute nicht so schwer fiel.

Für alle, die es noch nicht wissen: Ab Mittwoch, den 23.12. bin ich für drei Monate wieder hauptsächlich in Kaiserslautern. Die Praxisphase beginnt. Eher weniger gute Gefühle, da ich hier so viel „zurücklasse“. Vor allem die Freunde. Aber auch das (in Kaiserslautern nicht wirklich vorhandene) Nachtleben. Auf die drei Weihnachtstage freue ich mich zwar, auf die Familie, auf das Essen, auf die Geschenke. Aber die Freude über den Standortwechsel hält sich in Grenzen.

Auf dem Weg heim gab es übrigens ein kollektives Weihnachtskotzen. Ja. Drei Mann, betrunken, als wäre alles zu spät, kotzen fast synchron den Glühwein, den sie wahrscheinlich kurz vorher in Massen konsumiert haben, vor die Zugtüren. Sah wirklich schön aus.