Archiv für September, 2009

Neuanfänge, Mangelware und Clubgelage

Veröffentlicht in Lebenundso mit Tags , , , am 26. September 2009 von funkstille

Gestern Morgen gegen 6.3o Uhr klingelte bei mir der Wecker. Überaus unschön, an einem eigentlich freien Tag so früh geweckt zu werden, aber wir hatten schließlich viel vor.
Gegen 8.oo Uhr ging die Fahrt Richtung zweite Heimat aka. Stuttgart los, über Umwege, da auf der eigentlichen Strecke Stau war.
Passiert. Die Fahrt dauerte dann zwar trotzdem länger, aber man konnte schließlich guten Gewissens sagen, dass man einen Stau umfahren hatte.
Gegen 11.oo Uhr erreichten wir dann die Wohnung, ich konnte zum ersten Mal meine Wohnungsschlüssel in der Hand halten; das Glücksgefühl war aber leider nicht von langer Dauer, da es sofort ab zu Ikea ging.
12.oo Uhr: Ikea.
13.oo Uhr: Ikea.
14.oo Uhr: Ikea.
15.oo Uhr: Ikea.
In der Zwischenzeit hatte mein Lieblingskind angerufen und Bescheid gegeben, dass sie „so in 10 Minuten“ da wäre.
Wir leider nicht.
16.15 Uhr: Ankunft am Cannstatter Bahnhof, nach Ikeaalbtraum und Stau. Ja, wie hätte es anders sein können, einen umfahren, einen erwischen, die Balance muss schließlich garantiert sein.
Lieblingskind treffen, zu mir laufen.
Nochmal: Tut mir Leid, dass du so lange hast warten müssen.

Dann kam es zum schlimmsten Teil des Tages: Möbel ins fünfte Stockwerk ohne Fahrstuhl auf engen Holztreppen schleppen. Wirklich nicht schön.
Als dann alles oben war, ging’s ans Zusammenschrauben. Leider ohne Akkuschrauber. Mein Bizeps ist um einige Zentimeter gewachsen.
Und die erschreckende Erkenntnis: Ikea hats verkackt. Das Mittelteil des Betts fehlt, was zur Folge hat, dass ich nicht in meinem Bett schlafen kann. Herrlich.

Abends kam dann Felix, und es ging zu Sophie Hunger.
Gänsehautkonzert. Von 1,5 Stunden Spielzeit hatte ich 2 Stunden Gänsehaut, ungelogen.
Sophie Hunger live: Wärmstens, allerwärmstens zu empfehlen.
Danach in die Stadt, ins Kap Essen, zum Palast trinken, und dann wieder mit dem Lieblingskind treffen.
Mexikanische Bar, deren Name mir entfallen ist, Cocktails trinken, danach in diesen KellerKlub da.
Umsonst reinkommen, man ist ja bekannt (Danke :) ), Baileys, tanzen.

Nun aber zum wichtigen Teil dieses Posts.

Ich werde heiraten.

Das wird jetzt durchaus überraschend sein, vielleicht auch ein Schlag ins Gesicht, aber es ist wahr.
Ja, Mario kommt in feste Hände.

Stichworte zum gestrigen Abend:

Malma Halma H.
Mario Jonas H.
Taxifahrer mit seltsamer Gebärdensprache.
Rauchzeichnen.

Die Nacht wurde übrigens beim Lieblingskind verbracht.

PS: Die nächsten zwei Wochen wird es wahrscheinlich keine Posts geben, Internet ist zwar bestellt, aber noch nicht vorhanden.

Bis die Tage.

Von Glitzer, Törtchen und letzten Tagen

Veröffentlicht in Lebenundso mit Tags , am 24. September 2009 von funkstille

Heute ist der letzte Tag in Kaiserslautern.
Dementsprechend war Packen angesagt. Das Wichtigste ist nun im Auto deponiert, damit morgen früh vor der Abfahrt nicht mehr viel zu tun ist.
Nach dem Packen war dann Kochen angesagt.
Ich hatte mich freiwillig gemeldet, mal wieder zu kochen.
Als Vorspeise gab es Tomaten-Mozzarella-Basilikum-Spieße, gefolgt von der Hauptspeise, die aus gebratenem Lachs auf Mango-Limetten-Nudeln bestand.
Danach wurde dann aus unerfindlichen Gründen über Piercings und Tattoos diskutiert und was diese über die jeweilige Person aussagen.
Ein Ergebnis gab es nicht.

Törtchen und Glitzer sind auf sinnvolle Konversationen mit dem Lieblingskind zurückzuführen.

Ich habe das Gefühl, mein Schreibstil geht bergab.

Autofahrt

Veröffentlicht in Lebenundso mit Tags am 23. September 2009 von funkstille

Autofahrten ziehen sich immer in die Länge. Vor allem, wenn sie lang sind und weite Strecken zurückgelegt werden müssen. Als Beifahrer ist dies noch um einiges ermüdender. Der Fahrer muss sich schließlich auf die Fahrt konzentrieren, oder sollte das zumindest. Eine konzentrierte Fahrt fahren, der Fahrer.
Da Konversationen nie meine Stärke waren, fällt diese Möglichkeit des Zeitvertreibs weg. Wieso sollte ich auch. Die meisten Menschen haben sowieso nichts zu erzählen. Sie erzählen so viel, und dabei so wenig. Traurig, wie ich finde. Wo ist die Insel, auf der es noch Gehalt gibt. Eine gehaltvolle, mit Intellekt und Witz vollgepackte Insel. Die gibt es aber nicht. Überall, wo du hinschaust Leere.
Volle, leere Köpfe.
Volle, leere Gedanken.
Volle, leere Städte, Straßen, Häuser.
Volle, leere Menschen.
Eine leere Welt ist das, eine sehr leere, und doch so vollgestopft mit nichtsnutzigem Schund.
Die Fahrt zieht sich in die Länge. Vielleicht sollte man der gähnenden Langeweile mit Musik entgegenwirken. Also Kopfhörer auf und Shuffle. Zu laut, zu leise, zu schnell, zu langsam, zu viel, zu wenig, zu polyphon, zu monoton. Da ist einfach nichts, das auch irgendwie Genüge tun würde.
Raus auf den Rastplatz. Frische Luft schnappen. Eine Stunde hat jeder. Eine Stunde, in der ich mir darüber bewusst werde, was wirklich zählt.
Diese kleinen Momente wie dieser, der im Moment geschieht.
Es ist Abend, die Sonne geht unter, der Horizont entflammt, der Rauch meiner Zigarette vernebelt mir die Sicht und die Sinne, der Wind weht leicht in mein Gesicht und ich lächle.

Ich steige wieder in’s Auto.
Mir geht es gut.