Archiv für März, 2009

Ueber die schoenste Nebensache der Welt

Veröffentlicht in Lebenundso am 30. März 2009 von funkstille

Sehen wir der Tatsache ins Auge: Sex wird überbewertet.

Natürlich will ich an dieser Stelle nicht abstreiten, dass an der Aussage, wie sie in der Überschrift steht, durchaus ein Quäntchen Wahrheit ist, aber seien wir doch ehrlich, so unglaublich überragend und weltverbessernd ist Sex einfach nicht.
Was war die längste Zeit, während der du keinen Sex hattest.
Die meisten werden jetzt antworten „Ach, so ein Paar Monate“ oder „Zwei Wochen“ oder „Seit gestern“.
Falsch, Lügen!
Denk doch ‘mal nach.
Meine Wenigkeit hatte über einen viel längeren Zeitraum keinen Sex, und zwar über 16 Jahre.
Bei machen waren es vielleicht 12, oder 13, vielleicht auch 18, oder er/sie hatte noch nie Sex, aber so ist es nun mal.
Hat es damals gefehlt?
Nein, hat es nicht.
Bis ich 15 war, war Sex Nebensache, es interessierte einen einfach ungemein garnicht, und man hat sich nie darüber beschwert, dass es keinen gab.
Ich weiss, ich höre mich an wie der unverbesserliche Christ, der womöglich noch im ewigen Zölibat lebt, aber ich kann beruhigen, so ist das sicherlich nicht.
Es ist nicht so, dass ich Sex nicht mag, ganz im Gegenteil sogar, und es sei jedem selbst überlassen, ob/wie/wo/wann und warum er/sie Sex hat, aber bitte tut nicht so, als sei es die wichtigste Sache der Welt.
Natürlich ist es in einer Beziehung wichtig, auch Körperlichkeiten untereinander auszutauschen, gar keine Frage, aber meiner Meinung nach nicht die wichtigste Sache, denn worauf sollte eine Beziehung basieren?
Definitiv nicht auf Sex.
Fickbeziehung, ein herrliches Wort, so direkt, so ehrlich, aber was hat das mit einer Beziehung im „klassischen“ Sinne zu tun.
Rein garnichts,sie dreht sich nicht um Gefühle, Verständnis, Vertrauen oder sonstige Dinge, die ich euch jetzt an den Kopf werfen könnte, es geht einzig und allein um den Körper, und das ist, ich entschuldige die Ausdruckweise, scheisse.

Auch wenn in diesem kleinen Beitrag das Endgültige und die definitive Aussage fehlen, kann ich gut damit leben, das mal gesagt zu haben.

Sex ist die schönste Nebensache der Welt.

Gedankenausschüttung nachts um halb 2, wenn ich eigentlich schon schlafen sollte.
Man verfluche die Erfinder des Schwarzen Tees.

PS: Gibt es auch schöne Synonyme für „Sex“?

PPS: Wer auch immer geistreiche Synonyme á la „Geschlechtsakt“ oder „Körperflüssigkeiten austauschen“ zum Besten bringt, sollte sich schnellstmöglich seinen Strick drehen. Für mögliche suizidale Verhaltensweisen übernehme ich dennoch keine Haftung.

Nackt

Veröffentlicht in Lebenundso mit Tags , , , , , am 28. März 2009 von funkstille

Fatal.
So würde Simon den gestrigen Abend beschreiben.
Nach der Arbeit zu Hause einfach nichts machen, eine Pizza essen, denn ich habe ja wieder Geld, und ich muss sagen, dass Geld leider doch glücklich (oder zumindest satt) macht. So gegen 19.15 beschließe ich, es wäre Zeit, sich fertig zu machen, was sich aus Rasieren, Duschen, Schminken, Haare machen und anziehen zusammensetzt, um danach in die Betzi zu gehen, um dort noch vorzuglühen, bevor wir in die Stadt gehen.
Ich bin der erste, ich nehme das mit der Pünktlichkeit anscheinend ernster als alle anderen, aber gut, nicht weiter schlimm.
Noch etwas „Schlag den Star“ schauen, trinken, Musik hören, um dann mit Alex, Marc und Felix in die Stadt, ins Enchilada, zu gehen. Dort treffen wir Miri und Melli, beide schon reichlich angetrunken, und Hannah kommt mit Alisa auch noch nach.
Nach zwei Long Island Iced Tea sieht die Welt schon ganz anders aus, und wir beschließen, in diesen völlig unbekannten Club zu gehen, den sie alle „Keller Klub“ nennen, wahrscheinlich, weil er so underground ist, dass er in einem Keller ist.
War er dann auch, der Gute. War mal wieder ganz nett dort, so wie immer eben. Rainer traf man dann auch noch, und man wurde gefühlte 20000 mal auf sein Tattoo angsprochen, und 19999 mal musste es angefasst werden, ich sollte aufhören, Ausschnitte zu tragen.

Der Spruch des Abends war übrigens „Wie, du hast ***** (Namen nennen ist unhöflich) schon nackt gesehen?!“.
Oder einfach nur „Nackt?!“, weil es einfach die Antwort auf alles sein kann.
Nun gut, um 5.oo ging ich dann, alleine, nach Hause, was sich als schwerer Fehler entpuppte.
Nicht nur, dass ich mir schon wieder nen Döner geholt habe, was ich definitiv unterlassen wollte, aber auch, weil ich irgendetwas mit den Bahnplänen verwechselte. Als Resultat wachte ich dann irgendwann in Mönchfeld, Endstation, auf. Das wäre weiter nicht schlimm, wenn es nicht die genau falsche Richtung zur genau falschen Zeit, nämlich der, in der ich heim will, wäre.
Folglich kam ich etwas verspätet nach hause, und zwar um 7.3o.

Mal schauen, was der heutige Tag bringt, heute Abend Cocktailparty in der Betzi, ich bin gespannt.
Ich brauche Zigaretten.

Gestern

Veröffentlicht in Lebenundso mit Tags am 27. März 2009 von funkstille

war ein Arschlochfickdichichmusskotzenallesscheisselasstmichinruhe-
ichbinunglaublichangepisstfuck-Tag.
Ja, wenn’s um Neologismen o.ä. geht, bin ich immer kreativ.
Aber wirklich, der Tag fing so gut an, und verlief sich dann irgendwo im Abgrund des Lebens.
Die Arbeit war ok, nichts spektakuläres, aber immerhin.
Dann kommt man nach Hause, schließt in freudiger Erwartung den Briefkasten auf, und was ist dort?
Die lang erwartete Kreditkarte!
Ja, ich kann mich wieder versorgen!
Also in die Stadt, vorher mit Hannah verabredet, endlich Ohr dehnen, ist auch wirklich schon viel zu lange her.
Und dann die Ernüchterung in Form eines Kontostandes: Viel zu wenig. Viel zu wenig. Weniger als man erwartet hatte, also einfach viel zu wenig.
Der Tag ist also gelaufen.
Mehr als gelaufen.
Eine solch wundervoll deprimiert-aggressive Stimmung hatte ich schon lange nicht mehr.
Noch etwas mit Catha im Trockenen rumlaufen (denn das Wetter war auch sehr bescheiden), und dann heim.
Dort eine Suppe kochen, und weiterhin die oben genannte Stimmung praktizieren.
Dann ins Bett, herrlich.

Da war heute besser.
Arbeit war ganz ok, Herr Burkhardt ist einfach der Beste.
Ich: Meine Chefin liest sich den Zettel sowieso nicht durch.
B: Ach, kann die überhaupt lesen?

Ein Beschäftigter kommt rein, redet.
B: Irgendwann bau ich ne Kanone auf meinen Schreibtisch, die auf meine Tür zielt. Mit Scheisse. NE SCHEISS-KANONE! (erkennt ihr den Wortwitz?)

Hach ja, herrlich.
Der Rest des Tages auch nicht weiter spektakulär, und heute abend dann zuerst zu Freunden, dann in die Stadt.
Mal schauen, wie’s wird.