Da es in der letzen Woche nichts besonderes zu erzählen gibt, vielleicht abgesehen davon, dass ich jetzt in Besitz eines Tattoos bin, werde ich gleich zum Wochenende übergehen. Da es dort auch nichts besonderes zu erzählen gibt außer gähnender Langeweile und Isolation von der Außenwelt ( der arme Emo…), werde ich wohl gleich zur im Moment laufenden Woche übergehen Ja, man kann auch mal außerhalb des Wochenendes leben. Unglaublich, aber wahr.
Also heute ist Montag (surprise surprise!), und nachdem man sich aus dem Bett gequält hat, in welchem man die letzten 6 Stunden verbracht hat, ins Bad. Man ist nicht gerade erfreut darüber, wie man morgens mal wieder aussieht, und da man sich sowieso die Nacht über Gedanken gemacht hat, wo die Mitbewohnerin sich rumtreibt, da diese Mittags schon von zu Hause losgefahren ist und für die Fahrt ca. 2 Stunden braucht, sieht man auch dementsprechend zermürbt aus. Aber trotzdem gut wie immer. Der Tag gestaltet sich auch langweilig, man „arbeitet“, oder eben auch nicht, das ist jetzt Ansichtssache, oder vielleicht doch, hat man Mittagspause, die ungefähr genauso produktiv ist wie der Rest des Tages, aber immerhin hat man was zu Essen. In der Bäckerei vorher wird man freundlichst darauf hingewiesen, dass sich doch bitte hinten anstellen soll („Von Anstellen hast du auch noch nichts gehört“, in sächsischem Akzent), weist man die Person drauf hin, dass man ja hinten ansteht, und sie sich wohl am falschen Ende der Schlange positioniert hat, geht dann gut gelaunt in die modern eingerichtete und akribisch genau geputzte Zivihütte, um dort die nächsten 45 Minuten seines Lebens zu verbringen.
Der Rest vom Tag dann wieder langweilig, aber als ich von der Außenstelle dann zum Hauptgebäude laufe, das einschneidende Erlebnis.
Ein Auto kommt auf mich zu, Ich stehe am Straßenrand und denke mir, ich laufe dann einfach drüber, nachdem das Auto vorbei ist. Ich warte also, und warte, warte nochmal, und irgendwann biegt es dann vor mir ab. Also kann ich ja nicht mehr nach dem Auto über die Straße gehen, oder vielleicht sollte man hinter dem Auto sagen, aber man weiss ja, was gemeint ist. Das heisst jetzt also, dass ich vor nach dem Auto vorbeigelaufen bin, auch wenn das irgendwie keinen Sinn macht, aber doch schon Sinn. Vor dem Auto über die Straße laufen, nachdem es schon vorbei war, so ist das vielleicht etwas sinnvoller.
Oder eben auch nicht.