Archiv für November, 2008

Und so geh’ ich

Veröffentlicht in Uncategorized am 19. November 2008 von funkstille

Da es in der letzen Woche nichts besonderes zu erzählen gibt, vielleicht abgesehen davon, dass ich jetzt in Besitz eines Tattoos bin, werde ich gleich zum Wochenende übergehen. Da es dort auch nichts besonderes zu erzählen gibt außer gähnender Langeweile und Isolation von der Außenwelt ( der arme Emo…), werde ich wohl gleich zur im Moment laufenden Woche übergehen Ja, man kann auch mal außerhalb des Wochenendes leben. Unglaublich, aber wahr.

Also heute ist Montag (surprise surprise!), und nachdem man sich aus dem Bett gequält hat, in welchem man die letzten 6 Stunden verbracht hat, ins Bad. Man ist nicht gerade erfreut darüber, wie man morgens mal wieder aussieht, und da man sich sowieso die Nacht über Gedanken gemacht hat, wo die Mitbewohnerin sich rumtreibt, da diese Mittags schon von zu Hause losgefahren ist und für die Fahrt ca. 2 Stunden braucht, sieht man auch dementsprechend zermürbt aus. Aber trotzdem gut wie immer. Der Tag gestaltet sich auch langweilig, man „arbeitet“, oder eben auch nicht, das ist jetzt Ansichtssache, oder vielleicht doch, hat man Mittagspause, die ungefähr genauso produktiv ist wie der Rest des Tages, aber immerhin hat man was zu Essen. In der Bäckerei vorher wird man freundlichst darauf hingewiesen, dass sich doch bitte hinten anstellen soll („Von Anstellen hast du auch noch nichts gehört“, in sächsischem Akzent), weist man die Person drauf hin, dass man ja hinten ansteht, und sie sich wohl am falschen Ende der Schlange positioniert hat, geht dann gut gelaunt in die modern eingerichtete und akribisch genau geputzte Zivihütte, um dort die nächsten 45 Minuten seines Lebens zu verbringen.

Der Rest vom Tag dann wieder langweilig, aber als ich von der Außenstelle dann zum Hauptgebäude laufe, das einschneidende Erlebnis.

Ein Auto kommt auf mich zu, Ich stehe am Straßenrand und denke mir, ich laufe dann einfach drüber, nachdem das Auto vorbei ist. Ich warte also, und warte, warte nochmal, und irgendwann biegt es dann vor mir ab. Also kann ich ja nicht mehr nach dem Auto über die Straße gehen, oder vielleicht sollte man hinter dem Auto sagen, aber man weiss ja, was gemeint ist. Das heisst jetzt also, dass ich vor nach dem Auto vorbeigelaufen bin, auch wenn das irgendwie keinen Sinn macht, aber doch schon Sinn. Vor dem Auto über die Straße laufen, nachdem es schon vorbei war, so ist das vielleicht etwas sinnvoller.

Oder eben auch nicht.

Ur-laub

Veröffentlicht in Uncategorized mit Tags , am 11. November 2008 von funkstille

Unglaublich tolles Wortspiel da oben, oder? Jedenfalls weiss jeder, was gemeint ist, und zwar die Tage, in welchen man nicht arbeitet. Großzügigerweise habe ich davon 3 bekommen („eine Woche geht nicht, VIEL ZU VIEL los“), aber immerhin, hat gereicht.

Das Wochenende, und wir leben ja schließlich nur an Wochenenden, war, wider Erwarten….bekackt langweilig. Ich muss es leider sagen, aber es war so. Freitags kommt man um 19.3o heim, fährt um 20.45 wieder in die Stadt, trifft sich mit der besten Freundin und deren Freund (der Bruder stößt dann später auch noch dazu). Die Stimmung ist am Tiefpunkt („Ich hab kein Bock mehr da drauf! Der geht mir so auf’n Sack!“), und man entschließt sich, doch möglichst schnell das Fass zum überlaufen zu bringen, sprich, sich volllaufen zu lassen (Am Ende wurde selbst das nichts). Also geht man in den Club der Wahl, wo heute ein Konzert gespielt wird. Das Konzert lässt sich wie folgt beschreiben: LAAAAANGWEILIIIIIG. Fast gähnende Leere, die Musik an sich ok, aber man kennts eben nicht. Der Abend gestaltet sich dann so, dass man einfach nur rumsitzt. Ja, rumsitzt, seine drei Biere trinkt, dazwischen mal eine raucht. Um 1 Uhr überwindet man sich dann, zum Bus zu laufen, was erstaunlich einfach ist. Toller Freitag.

Der Samstag ist wohl kaum erwähnenswert. Kein Mensch hat Zeit, kein anderer Mensch Lust, auch nur irgendwas zu machen, das heisst im Folgeschluss: Man sitzt zu hause. Diesmal aber ohne Bieruund ohne Zigaretten, aber mit Popcorn. Klasse, oder?


Bis jetzt gab’s noch nichts zum Urlaub, kommt noch.

Reingelegt.

Eine halbe Woche

Veröffentlicht in Uncategorized mit Tags , , am 5. November 2008 von funkstille

…ist jetzt seit dem Wochenende vergangen. Und ich muss sagen, dass sie definitiv spannender und belustigender war als die ganzen Wochen davor zusammen. Das fing montags damit an, dass man in’s Büro der netten Frau gerufen wird, welche die Wohnungen der Zivis/FSJ-lerinnen verwaltet. Also meine/unsere. Die Nachbarschaft hätte sich beschwert, die Kehrwoche wird nicht regelmäßig und gründlich gemacht. Wenn es etwas in Ba-Wü gibt, das ich wirklich verabscheue, ist das die Kehrwoche. Jedenfalls sollten wir darauf doch bitte achten, da es sonst „bis hoch“ in die Hausverwaltung geht, und das wäre ein riesiger Aufwand. Dann müsste man ja mal was arbeiten…Mit rausreden und guter Miene zum bösen Spiel kommt man aus dieser Sache dann auch gut wieder raus „Ja, Frau T., wir machen das ab jetzt, keine Angst“. Das folgende sprengt allerdings den Rahmen. Oder eher die Rahmen. „Außerdem ist mir zu Ohren gekommen, dass es bei Ihnen nicht sonderlich sauber zu sein scheint, vor allem der Balkon…die anderen Hausbewohner haben Angst, es könnte sich eine Rattenplage entwickeln.“ Bedrückende Stille. Sich das lachen verkneifend die Bemerkung, dass dies wohl herzlichst übertrieben ist, so dreckig ist der auch wieder nicht (ist er auch wirklich nicht, dort stehen nur Bierflaschen), und man könnte ihn ja mal durchfegen, wäre ja kein Problem.

Jetzt kommen mir 2 Fragen in den Sinn:

1.Rattenplage?

2. Woher wissen die Nachbarn bitte, dass es auf dem Balkon so dreckig sein soll?

Der Balkon ist im Grunde relativ blickdicht gehalten, sodass man schon sehr genau mit sehr viel Über-den-Balkon-beugen schauen muss, um etwas genaueres zu erkennen. Andere mögliche Varianten wären Teleskope, andere Spiegel oder Kameras. Oder Einbrüche während unserer Abwesenheit.

Das sollte man beobachten.

Das war dann auch das Highlight der Woche, Dienstags war Fahrsicherheitstraining, auch wirklich interessant, lehrreich und lustig, aber was kann schon eine waschechte Rattenplage toppen.

FassiWG – Potentielles Nest für potentielle Rattenplage in potentieller Zumüllung, einfach herrlich.