Archiv für Oktober, 2008

Wie, echt jetzt?

Veröffentlicht in Uncategorized mit Tags , , am 25. Oktober 2008 von funkstille

Und dann wars mal wieder soweit.
Nach einer Woche hermetischer Isolation(auch wenn das vielleicht keinen Sinn macht, aber wer weiss das schon), von der Außenwelt abgeschottet, sagen wir’s doch einfach so, wars mal wieder soweit.
LICHT.
Lichtlichtlichtlichtlichtlicht.
SONNE.
Sonnesonnesonnesonnesonne.
In meinen Augen.
Aus der Dunkelheit auferstanden.
Aus der Dunkelheit ausgeaust.
Einfach raus.
Und dann Licht.
In meinem Auge, an einem Samstag.
Vormittags, wohlgemerkt.
Eben dann, wenn es mal Sonne geben könnte.
Gab es ja auch.
Und sie weckte mich.
HURE!
Aber gut, von den Halbtoten auferstanden.
Half-reincarnation.
Hört sich doch wirklich ganz gut an.
Weiter im Text, bin heute wohl etwas hängen geblieben (welch wundervolles Wortspiel!).
Jedenfalls werde ich von den vereinzelten Sonnenstrahlen von draußen, da oben, geweckt, und der erste Gedanke, der mir an diesem Morgen kommt, könnte schöner nicht sein.
SCHEISSE.
Ja, so sollte man ‘nen guten Tag anfangen.
Mit scheissen.
Den verzerrten, trüben Blick schweifen lassen und sich denken „SCHEISSE“.
Aber genug der Fäkalien.
Ich bin jetzt also wach, bin wach, bin wach, bin…
Vor ner Stunde war ich wach, und bin wieder eingeschlafen.
Und habe wundervolle Träume davon, wie ich von vielen Leuten verfolgt werde, die ihr Geld und ihre Kinder wieder haben wollen.
Aber warum von mir?
Erstens hab ich kein Geld und zweitens keine Kinder.
Und vor allem nicht ihre.
Danach bin ich dann wieder wach.
Es scheint jetzt so ungefähr 13.oo zu sein, und die Sonne scheint.
Mir ins Gesicht und hat mich wieder geweckt.
Gedankenmüll.
Verzerrte Realität, damit kommt man so früh am Morgen einfach nicht klar.
Um mich herum vermummte Gestalten, die teilweise Laute von sich geben, die mir Gänsehaut bescheren.
Was mir auch noch Gänsehaut beschert: Mein Fuß, der in Kotze liegt.
Herrlich.
Jetzt riechts auch.
Überdeckt aber meinen Mundgeruch, hat doch auch was.
So sollte jeder Morgen nicht beginnen.

Samstag-Sonntag-Gefälle

Veröffentlicht in Uncategorized mit Tags , , , , , am 19. Oktober 2008 von funkstille

Ein Abend, der eigentlich verplant war.
War, die Betonung liegt definitiv und voll und ganz auf war.
Vorkommnisse ganz besonderer Art haben mir da wohl einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Aber vielleicht einfach von vorne.

Man bekommt Freitags eine Kurzmitteilung, die ungefähr wie folgt lautet: „free-sms @ sms.de.
Was machst du heut Abend, hab Zettel geschrieben, antwort mal!“
Auf dem Zettel stand dann, wie auch nicht anders erwartet, genau das, vervollständigt mit den Worten „hab bis 21.30 Dienst, danach dann was machen?“
Umringt von liebevoll ausgeschnittenen Pfeilen, die auf den Zettel deuten, ein sehr gelungenes Meisterwerk and meiner Zimmertür.
Geblendet von der außergewöhnlichen Schönheit dieser Konstruktion, nennen wir sie Kunst, fällt die Wahl nicht schwer und man wartet, bis der Schlüssel ins Schloss gesteckt wird und man nicht mehr alleine in der kalten, unordentlichen Wohnung sitzt. Vielleicht hätte ich auch die Balkontür zumachen sollen.
Stuttgart, 22.oo, die Frisur hält, warten.
Stuttgart, 22.3o, die Frisur hält, warten.
Stuttgart, 23.oo?, die Frisur hält, ist mir echt egal, warten.
Schlüsselgeräusche.
Stuttgart, 23.1o, die Frisur hält, kein warten!
Den Entschluss fassen, weg zu gehen, sich aber vorher noch so weit abzuschießen, dass man nicht mehr viel Geld ausgeben muss, durchaus eine gute Entscheidung.
Die zweite Flasche Captain Morgan in 3 Tagen, zu zweit. Da ist einfach zu wenig drin!
Dann in die Stadt.
Hatte ich jemals das Wort Exzess erwähnt?
Wars nicht.
Aber trotzdem einer der besten Abende, die ich bis jetztin Stuttgart verbringen durfte.
Viel Alkohol, viele Zigaretten, viele dumme Leute, abgesehen von dreien, Party bis 5.oo AM, dann mit der Bahn heim. Also nicht heimheimheim oder heimheim, sondern zu Freunden heim.
Davor sei noch kurz erwähnt, dass alte Bekannte zu treffen nicht immer so verläuft, wie man sich das vorgestellt hat, wenn man sich das überhaupt vorgestellt hat. Zwei Tequila nacheinander sind tatsächlich zu viel, die darauf folgenden 5 Jägis auch nicht das, was man „runterkommen“ nennen könnte.
Da ist die Bionade, als man heimkommt, wirklich sehr wohltuend, auch wenns eine Kräuterbionade ist, die ich nicht sonderlich mag.
Der darauf folgende „Dübel“, wie man es nennen könnte, verfehlt seine Wirkung nicht, und man schläft.
Ganze 3 Stunden lang auf einer Couch, zusammengepfercht mit seiner Mitbewohnerin, was einem aber ziemlich egal ist, weil man schlafen wollte.
Außerdem ists ja ne nette Mitbewohnerin.
Böse Zungen behaupten, da wäre was am Laufen, ist aber nicht so.
Hätten wir das auch.
Nach einem ausgiebigen Pistazien-Kaffeemitmilchundzuwenigzucker-Frühstück gehts dann langsam heim, nachdem man sich nochmal einen reingezogen hat, geht auf dem Nach-Hause-Weg noch mal zum Discounter, um sich mit genügend Pizzen einzudecken, und verbringt den Tag anschließend mit schlafen und chillen, weil man einfach zu nichts anderem in der Lage ist.
Abends sollte es dann zwar noch die Kulturnacht werden, aber das geht einfach nicht.
Geht nicht.

Sehr wohl.

EXZESS

Veröffentlicht in Uncategorized mit Tags , , , , am 18. Oktober 2008 von funkstille

Nachdem wir unten beim Mittwoch schon angekommen waren, kommt jetzt was? Genau, Donnerstag. Freitag wäre jetzt definitiv cooler gewesen, aber zumindest ansatzweise chronologisch können wirs ja mal versuchen. Der Donnerstag. Was lässt sich dazu sagen. Morgens unglaublich energetisch aus dem Bett kriechen, wie gut, dass ich kein Hochbett habe, ins Badezimmer fallen, vom kalten Wasser erschrecken lassen, erneut erschrecken, als man sich im Spiegel sieht. Und dann nochmal erschrecken, als man sich wieder im Spiegel sieht. Leicht apathisch, man könnte es auch als Mischung aus Demotivation und Müdigkeit ansehen, dann zur Arbeit, bis halb fünf nichts machen, außer wie oben beschrieben in einer lauten, SWR4-durchfluteten Halle sitzen, um dann endlich heimzugehen. Danach ausmachen, dass man sich um sechs Uhr in der Stadt trifft, vorher noch schnell nen Tee mit Schuss trinken, und dann ab in die Bahn. Die hat Verspätung. Aber auch nur deswegen, weil wir die vorherige verpasst hatten.

Vor der Röhre dann, in strömendem Regen, anstehen, warten, kläglich beim Versuch scheitern, Karten an der Abendkasse zu ergattern. Genervt vorm Eingang stehen und sich aufregen, dass das Mädchen da vorne gesagt hat, es gäbe Abendkasse (Hure!). Nach endlosen 15 Minuten tauchen dann ganz plötzlich aus den unendlichennnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnn Weiten des Nichts doch noch Karten für eine Abendkasse, und man darf dann tatsächlich rein, weiterwarten.

Danach gibts dann Musik. Nun zum spannenden Teil des Abends: Der Abend. Crystal Castles, Shitdisco, Metronomy(wobei wir die lieber außenvorlassen, die konnte ich mir nicht mehr geben). CRYSTAL CASTLES, SHITDISCO. Hintereinander. EXZESS. EXZEEEESSSSSSSS. Schweiß, Rauch, Wärme, Hitze, feucht-fröhlich, schmerzende Schuhe, schmerzende Ellenbogen, von Bierduschen ganz zu schweigen, I KNOW KUNG FU. 1,2….1,2, I KNOW KUNG FU. Das hatten manche wohl zu wörtlich genommen. Crystal Casltes, Shitdisco. Eine völlig verpeilt Sängerin, die mit der Jägiflasche auf der Bühne rumfällt und auch sonst nicht wirklich eine Augenweide ist, aber trotzdem in ihren Bann zieht. Naja, was soll man machen.

Wie gut, dass es Schals gibt, SCHEISSE, wenn diese aber zu Hause anstatt am Hals des Betroffenen hängen. Deswegen darf ich mich ganz herzlich bei meiner Vergesslichkeit bedanken, die mir eine Erkältung zufliegen lies. Danke VERGESSLICHKEIT (Hure!).

Genug, Genug. Erinnerungen des Tages: Buttons, Schweiß, Regen, Demotivation konrtär zu Motivation, Tee, Captain Morgan, hässliche Taschen, geiler Sänger.

Danke.